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Wir müssen höher, schneller, weiter kommen. Wir wollen höher, schneller, weiter kommen. Wir haben den Drang mitzuhalten, wollen gut genug sein und unsere sehnlichste Angst ist die, zu versagen, nicht zu genügen.

Also ziehen wir los. Wollen mehr erreichen. Wir beginnen damit schon in der Schule, wollen zu den “Coolen” gehören, haben Angst, ausgegrenzt zu werden. Haben Angst vor dem Allein sein. Doch was ist daran eigentlich so schlimm? Wenn wir uns öffnen und bereit sind, dunkle Erfahrungen zu machen, erfahren wir das Geschenk des Allein-seins. 

Wir gehen von der Schule, beginnen das Studium oder reisen um die Welt. Wir erleben, dass es rechts und links dieser Blase noch so viel Anderes gibt und doch stellen wir fest: Alle anderen sich auch irgendwie gefangen – in ihrer ganz eigenen Blase. Uns alle verbindet eines: Unsere Grenzen. 

Doch woher kommen sie? Von unserer Angst zu versagen? Nicht zu genügen? Doch wem genügen wir nicht? Für welchen Menschen auf dieser Welt müssen wir “ausreichend sein”? Im Grunde doch nur für uns selbst. Wäre es nicht so viel einfacher, so viel schöner, wenn wir nur uns selbst genügen müssten?

Ängste, die nicht zu uns gehören

Wir kennen es nicht anders. Unsere Eltern haben es uns vorgelebt. Sie selbst haben es so vorgelebt bekommen. Doch unsere Großeltern kommen aus einer Zeit, in der sie auf diese Blase, auf die Angst, angewiesen waren. Sie haben unsere Großeltern beschützt, dafür gesorgt, dass sie etwas zu essen hatten, sicher nach hause kamen und ihre Kinder aufwachsen sehen konnten. Doch heute ist eine andere Zeit. Wir leben in Sicherheit. Frauen haben bei uns die gleichen Rechte wie Männer. Sie dürfen sich frei entfalten und ihr Leben so gestalten, wie sie es möchten. Unsere Eltern haben das vergessen. Sie haben vergessen, uns das zu sagen. Ihre Generation hätte die Aufgabe gehabt, sich von der Angst unserer Großeltern zu lösen. Sie hätten dafür sorgen müssen, dass wir diese Sicherheit und den Mut bekommen, alles zu machen, was wir uns erträumen. Denn heute können wir es. 

Wie würde dein Leben aussehen, müsstest du niemandem etwas beweisen müssen? Nicht einmal dir selbst. Was würdest du anders machen? Allein diesen Gedanken zuzulassen, ist so kraftvoll. Hast du dich das schon mal gefragt? Die meisten von uns nicht. Ich habe begonnen, es mich zu fragen: Was wäre, wenn ich einfach genüge? Was wäre, wenn ich nicht perfekt sein muss? Wenn ich einfach ich sein darf? Wenn es keine Grenzen und negativen Glaubenssätze gibt, die mich davon abhalten genau das zu machen, was meinem tiefsten Wunsch entspricht?

Außerhalb deiner Komfortzone geschieht die Magie!

Eines kann ich dir sagen: Es wird sich so unendlich viel verändern. Wenn du beginnst, dich von Limitierungen zu lösen, alle Gedanken zulässt, dann wird sich Vieles bewegen. Natürlich macht uns das Angst, sind wir doch an unsere Grenzen gewöhnt, die uns ein genaues Spielfeld vorgeben und keine Überschreitungen zulassen. Wir fühlen uns durch sie geleitet. Sie geben die Richtung vor. Doch was ist der Preis? Aus Angst, anders zu sein, nicht erfolgreich zu sein, nicht genug zu verdienen, unseren Eltern Sorgen zu bereiten, bleiben wir brav auf diesem Spielfeld. Wir gehen nicht rechts. Nicht links. Wir spielen auf dieser Wiese. Doch wie lange geht es gut? Wann erkennen wir, was wir wirklich wollen? 

Manchmal passiert es mit vierzig oder mit fünfzig. Manchmal nie. Doch unsere Generation hat ein großes Geschenk mitbekommen: Sie denkt um. Wir beginnen zu hinterfragen, uns zu hinterfragen und die Welt, in der wir leben. Wir erfinden uns neu. Wir öffnen uns für unsere Träume. Wir stehen für unsere Visionen ein und wir sind mutig. Wir setzen uns mit den Glaubenssätzen unserer Eltern auseinander. Verstehen, wie sie uns beeinflussen und haben die Kraft, sie für uns aufzulösen. 

Was wäre, wenn du dich von deinen Grenzen löst? Wie wäre es, wenn du morgen früh aufstehst und für dich einsteht? Los gehst? Deinen authentischen Weg gehst? Dich nicht mehr zurückhalten lässt? Der Angst, nicht gut genug zu sein, der Angst, zu scheitern, nicht mehr vertraust? Was würdest du morgen früh machen, wenn du einfach du selbst bist? Was würde sich verändern?

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